Silzer Klettersteig (Crazy Eddy) Tirol

Achtung:
Alle Angaben sind meine persönlichen Eindrücke und Überlegungen, die ich während des Begehens gemacht habe. Sie stellen weder eine Anweisung, noch eine Empfehlung dar. Jegliche Gewähr wird ausgeschlossen. Bitte überprüft stets selbst eure persönlichen Möglichkeiten zur Sicherheit, Material, Kraft und Kondition. Passt immer gut auf euch auf <3.

Video-Zusammenfassung.

Ladventure Silzer Klettersteig (Crazy Eddy) Tirol

Ich bin den „Silzer Klettersteig”, auch als „Crazy Eddy” bekannt, gegangen, der viele B- und C- bis D-Passagen hat.


Das richtige Schuhwerk

An diesem Steig habe ich festgestellt, wie gut es war, dass sich am Tag zuvor die Sohle meines Wanderschuhs löste und ich den Abstieg vom Berg ohne Schuhsohle machen musste. Die Schuhe musste ich anschließend entsorgen entsorgen. Aber, mein Schicksal meinte es gut mit mir. Denn, mit meinen alten Wanderschuhen hätte ich diesen Klettersteig nicht bewältigen können.

An der Felsplatte auf Reibung gehen

Am „Silzer Klettersteig” gibt es einige Felsplatten, an denen auf „Reibung” gegangen werden muss. Das bedeutet, dass der Fuß gegen die Felsplatte gedrückt werden muss, da es keine Vorsprünge oder Einkerbungen am Fels gibt, auf denen man den Fuß abstellen könnte.
Dafür sind beispielsweise Kletterschuhe oder Schuhe mit einer „Vibramsohle”, die eine Antirutsch-Eigenschaft haben, vorteilhaft. Ich habe mir dafür die LOWA RENEATE GTX mit Vibramsohle gegönnt.

Beurteilung der Schwierigkeit

Um zum Einstieg des Klettersteiges zu gelangen sind bereits einige Höhenmeter zu bewältigen, die hier und dort schon kleines alpines Flair mit sich bringen. Den Silzer-Klettersteig empfand ich ziemlich schwer.
Dies passt ziemlich gut in die angegebene Bewertung von C / D.

Zwei Einstiegsmöglichkeiten

Nach dem ihr den Einstieg erreicht habt, kann zwischen einer schwierigen C / D – Variante und einer leichteren B / C – Variante ausgewählt werden, die später wieder zueinander führen.

Zwei Etappen

Ziemlich gut finde ich, dass der Steig in zwei Teile aufgeteilt ist. Nachdem die beiden Einstiege wieder zusammenlaufen, hat man wenige Zeit später die Möglichkeit den Klettersteig vollständig zu verlassen oder aber weiterzugehen.

Konditionell und krafttechnisch solltet ihr auf jeden Fall fit sein und auch schon Klettererfahrung haben. Für Einsteiger ist dieser Klettersteig ungeeignet.

Der Steig selbst kann innerhalb von 2 Stunden geschafft werden. Ich würde etwa 3 Stunden einplanen, da ihr auch Zeit zum Einstieg und zum Abstieg benötigt. Auch Trinkpausen sollten immer mit eingeplant werden. Schaut euch bitte für dieses Zeitfenster immer das Wetter an.
Wenn es regnet oder der Fels nass ist, geht bitte keinen Fels.
Ein nasser Felsen ist lebensgefährlich.

Highlight – Drahtseilbrücke und Kettennetz

Entscheidet ihr euch zum Weitergehen, erwartet euch eine Drahtseilbrücke aus zwei Seilen, die über eine Schlucht führt. Für mein Empfinden ist sie jedoch für Menschen unter 1,70 m schwer zu bewältigen, da der Abstand zwischen oberem Seil zum Festhalten und dem unteren Seil, auf dem die Füße stehen, gerade in der Mitte sehr weit auseinander geht.
Die Sicherungsseile des Klettersteigsets waren komplett gespannt. Eventuell könnten hier lange Bandschlingen als Alternative weiterhelfen.

Der letzte Teil vor dem Abstieg, um den ihr definitiv nicht herumkommt (es sei denn, ihr seilt euch ab), wenn ihr euch zum weitergehen entschieden habt, ist mit C / D kategorisiert. Er führt euch über eine Verschneidung, erneut zu einer Platte, über die ein Kettennetz gespannt ist. Dieses sollte unbedingt genutzt werden, da die Kraftanstrengung sonst zu hoch ist und ziemlich schnell die Puste ausgeht, wenn ihr dieses per Reibung absteigen wollen würdet.

Ausstiegspunkte zum Abseilen

Ziemlich gut finde ich, dass es an einigen Stellen, immer mal wieder Ausstiegspunkte gibt, an denen man sich selbst abseilen kann, sofern ihr das nötige Material dabei habt. So auch, an der Stelle vor dem Abstieg über das Kettennetz.

Blasen an den Händen, aber glücklich

Für mich war der „Silzer Klettersteig” in Tirol definitiv kräftetechnisch eine Herausforderung.
Hier und da gab es auch für mich Schlüsselstellen, an denen ich mich gerne über die aufbauenden Worte meines Kletterpartners gefreut hätte. Die gab es aber in meinen Erinnerungen. So waren auch die Stellen, an denen ich mich überwinden musste, kleine Erfolgserlebnisse für mich 🙂

Wirklich gut beschrieben ist der Klettersteig auf bergsteigen.com.


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(1) Kommentar

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